Presse
05. OKT - 14. OKT 2017

DIE PREISTRÄGER DES 24. FILMFEST HAMBURG

Wir freuen uns, Ihnen heute sämtliche Preisträger des 24. FILMFEST HAMBURG bekanntgeben zu dürfen.

Bereits während des Festivals verliehene Preise:

Das Film Festbesteck für die langjährige Verbundenheit mit dem Festival, überreicht von Albert Wiederspiel an:

Liane Jessen
Leiterin Fernsehspiel und Spielfilm des Hessischen Rundfunks
Der Hamburger Produzentenpreis für Europäische Kino-Koproduktionen, überreicht von Dr. Carsten Brosda, Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg an:

SCARRED HEARTS
Komplizen Film GmbH
Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach

Der Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen, überreicht von Prof. Dr. Johannes Kreile, Geschäftsführer der VFF – Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten an:

APROPOS GLÜCK
Relevant Film Produktionsgesellschaft mbH
Heike Wiehle-Timm
Heute Nachmittag wurde im Abaton Kino der MICHEL Filmpreis für den besten Film des MICHEL Kinder und Jugend Filmfests verliehen. Die siebenköpfige Kinder- und Jugendjury hatte ihren Favoriten gewählt:

FANNYS REISE
Frankreich 2016 | Regie: Lola Doillon
Auszug aus der Begründung der Kinder- und Jugendjury:
„FANNYS REISE handelt von der Verfolgung jüdischer Kinder im Zweiten Weltkrieg, die sich auf eine Reise begeben, um in Sicherheit zu gelangen. Der Film hat uns durch seine Kombination aus Spannung und Entspannung besonders überzeugt. Das abenteuerliche Drama und die Verbindung von Bild und Ton haben es uns ermöglicht, uns in die Situation der Kinder hineinzuversetzen. Die schauspielerische Leistung war so umwerfend, dass sie uns emotional berührt hat. Spannende, traurige, glückliche und beängstigende Momente haben die Handlung des Films lebendig gemacht. Erwähnenswert ist zudem, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Wir gratulieren dem Filmteam von FANNYS REISE zu einer sehr bewegenden Umsetzung."
Festivalleiter Albert Wiederspiel empfing heute Abend seine Gäste im CinemaxX-Dammtor zur feierlichen Abschlussgala, bei der folgende Preisträger gekürt wurden:

Der Preis Der politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung ging an die Regisseure:

Monika Borgmann und Lokman Slim
TADMOR
Libanon/Frankreich/Schweiz/Katar/Vereinigte Arabische Emirate 2016
Auszug aus der Jurybegründung:
„TADMOR arbeitet die Erfahrungen von 22 Männern auf, die in Syrien in eines der gefürchtetsten Militärgefängnisse des Assad-Regimes verschleppt wurden, das eben Tadmor heißt und nur einen Zweck verfolgt: Menschen durch Folter zu zerstören, physisch und psychisch. ‹‹Worte können die Brutalität, die ich erlebt habe, nicht beschreiben››, das sagte einer der Überlebenden den Regisseuren am Anfang ihrer Zusammenarbeit. Und weil dem so ist, haben Monika Borgmann, Lokman Slim und die ehemaligen Häftlinge für ihren Film eine ganz besondere, kluge und eben auch mutige Form gefunden: Sie lassen die Männer selbst den tagtäglichen Schrecken eines Überlebens in Tadmor vor der Kamera nachspielen. Und was als Idee nicht nur ungewöhnlich, sondern für manche sogar befremdlich klingen mag, entwickelt im Film TADMOR eine Kraft und Unmittelbarkeit, die zumindest wir als Jury zu diesem Themenkomplex nie zuvor im Kino erlebt haben."
Der Art Cinema Award ging an:

Xavier Dolan
EINFACH DAS ENDE DER WELT
Kanada/Frankreich 2016
Auszug aus der Jurybegründung:
„Dem bereits etablierten Regisseur und Autor Xavier Dolan gelingt es mit diesem Film erneut zu überraschen. Fast ausschließlich in Großaufnahmen und mit äußerst mutigem Musikeinsatz stellt der Film eine extreme Nähe zu einer Familie her, die sich nach zwölf Jahren wiedertrifft, aber unfähig ist, eine gemeinsame Sprache zu finden. Obwohl ununterbrochen gesprochen wird, bleiben viele Aspekte der Erzählung elliptisch. Hoffnungen, Zuneigungen, Abgründe und Ressentiments sind jedoch in jeder Interaktion spürbar. Alles dies sowie die brillanten schauspielerischen Leistungen zwingen den Zuschauer zur rückhaltlosen Identifikation. EINFACH DAS ENDE DER WELT ist ein selten intensives cineastisches Erlebnis!"
Der NDR Nachwuchspreis ging an den Regisseur:

Mustafa Kara
COLD OF KALANDAR
Ungarn/Türkei 2015
Auszug aus der Jurybegründung:
„COLD OF KALANDAR ist ein monumentales Werk, das still und unaufdringlich daherkommt, mit großen Bildern und einer sehr eigenen Langsamkeit, in mehr als zwei Stunden aber eine leise Wucht entwickelt, die die Jury nachhaltig beeindruckt hat. Der Film zeichnet den Kampf ums Überleben in einer harschen Natur, für deren karge Schönheit über vier Jahreszeiten Regie und Kamera grandiose Bilder finden. Ein weitgehend stummer Kampf eines einzelnen Mannes, dem man aber zunehmend gefesselt folgt. Denn dem Regisseur gelingt etwas Seltenes: Trotz der scheinbar nüchtern distanzierten Erzählweise schafft er eine ungewöhnliche Nähe zu seinem Helden, weckt Mitgefühl und Sympathie für diesen sturen Träumer, der nicht aufgeben will und dessen stoisches Weitermachen am Ende in einer fast mythischen Schluss-Szene belohnt wird. Mustafa Karas Film ist ein Tribut an die unbeirrbare Beharrlichkeit in schwierigen Zeiten und weist damit als Metapher weit über den Rand seiner Story hinaus. Kara zeigt Poesie und Hoffnung, wo Armut ist, wirft ein klares helles Licht in tiefstes Elend, ohne es zu verkitschen oder darin zu versinken. Schöner kann Kino das Leben in widrigen Zeiten nicht feiern."
Der Commerzbank Publikumspreis ging an:

Jesper W. Nielsen
THE DAY WILL COME
Dänemark 2016

Das Publikum war sich einig mit 94,8 Prozent „Fand ich toll"-Angaben.

 

Der Preis der Hamburger Filmkritik geht an den Regisseur:

Cristian Mungiu
GRADUATION
Frankreich/Rumänien/Belgien 2016
Auszug aus der Jurybegründung:
„Mungiu, der auch das Drehbuch geschrieben hat, bringt seine Charaktere den Zuschauern sehr nahe. Seinen pathosfreien Realismus paart er mit feiner Psychologie. Kurze, dramatische Szenen und lange ruhige Dialoge wechseln einander ab. Blasse Farben dominieren. Protagonist Romeo sieht die akademische Bildung seiner Tochter im Ausland als einzigen Hoffnung für die Zukunft. Selbst steckt er in einem emotionalen Dilemma zwischen depressiver Ehefrau und schwangerer Geliebter. Aber wird die Tochter auf den Rat des Vaters hören? Fast zehn Jahre nachdem Mungiu mit VIER MONATE, DREI WOCHEN, ZWEI TAGE den internationalen Durchbruch schaffte und dort bereits ein deprimierendes Porträt seiner Heimat ablieferte, zeigt dieser Film zugleich ein Bild der Vergeblichkeit. Wie der Regisseur die Balance zwischen gesellschaftlichem, privatem und moralischem Kampf hält, und wie der die Geschichte eher melancholisch als dramatisch zu Ende führt, hat die Jury überzeugt, gerührt und begeistert."


Szenenfotos der Gewinnerfilme finden Sie ab sofort unter:
http://www.filmfesthamburg.de/de/presse/downloads.php

Bilder von den Preisträgern und den Preisverleihungen werden Ihnen zeitnah unter selbigem Link zur Verfügung stehen.

Das 24. FILMFEST HAMBURG fand vom 29. September bis 8. Oktober 2016 im Abaton-Kino, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage, Studio-Kino und B-Movie statt. Das Michel Kinder und Jugend Filmfest lud vom 30. September bis 8. Oktober 2016 ins Abaton-Kino ein.

Das 25. FILMFEST HAMBURG öffnet seine Pforten für deutsche und internationale Filmemacher vom 5. bis 14. Oktober 2017.

Sämtliche Informationen und Impressionen des 24. FILMFEST HAMBURG finden Sie unter www.filmfesthamburg.de. Sollten Sie darüber hinaus weitere Informationen benötigen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit gern an die betreuende Agentur LimeLight PR wenden.

Pressekontakt:
LimeLight PR
Petra Schwuchow & Marco Heiter
Tel: 0172-31 66 343 (Petra Schwuchow) & 0163-230 89 67 (Marco Heiter)
E-Mail: petra.schwuchow@limelight-pr.de, marco.heiter@limelight-pr.de
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